NBA 2K19

Auch wir durften Hand an den Ball – ähm ich meine das Spiel legen und möchten euch erzählen, wie wir 2Ks´Auflage der diesjährigen Basketball-Simulation fanden. Wir haben das Spiel auf der Playstation 4 Pro getestet, wobei das eigentlich nur eine kleine Nebenrolle spielt. Wichtiger ist natürlich, wie das Spiel dieses Jahr abschneidet und das hier in dem kleinen Artikel.

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https://youtu.be/6YxeasnHaak

Die Karriere … in der NBA … oder doch China?

Das Hauptaugenmerk des Spiels ist wahrlich der Karrieremodus. Also starten wir erst einmal richtig durch, erstellen unseren virtuellen Avatar und dürfen mit einer Gesamtstärke von 60 Punkten in der NBA durch die Gegend juckeln. Denkst du – wir beginnen unsere Karriere fern ab im Osten – genauer gesagt in Shanghai. Wir haben weder Ahnung von der Kultur, noch was der Trainer von uns will aber eines wollen wir. Zurück in die Heimat und Star der NBA werden – so wie Michael Jordon oder derzeit LeBron James. Also dürfen wir nun erst einmal wieder VC Coins sammeln – die Währung in 2Ks NBA 2K19 und in Fähigkeiten investiert. Im neuen Serienableger ist das Grinden nicht mehr so extrem wie noch beim Vorgänger. Bei einem Spiel erhalten wir bis zu 1000 VC, während es Online sogar durch das Abschließen von Herausforderungen mal bis zu 2500 VC sein können. Also können wir, je nachdem für welchen Wegf wir uns entscheiden, nach jedem Spiel einen Blick in die Attributbox werfen. So können wir dann in relativ absehbarer Zeit auch einmal einen Spieler aufs Feld stellen, der nicht nur über seine eigenen Beine stolpert. Der Titel „The Way Back“ für die Karrier ist also sinnvoll gewählt und trifft den Nagel auf den Kopf.

Die Karriere an sich ist natürlich ein wenig überspitzt dargestellt. Wir mutieren von der Nullnummer zum NBA Star. Ausgelöst wird dies natürlich dadurch, dass wir zu Beginn nicht gedraftet werden, den Traum aber leben wollen. Also hilft es alles nichts Trübsal zu blasen und eben Spielpraxis in China zu sammeln. In der Zwischenzeit bekommt man auch davon Wind in den Staaten und so reicht der Titel „Der Weg zurück“ natürlich vollkommen aus, um das offensichtliche zu kompensieren. Zwischendurch haben wir mit einigen Zwischensequenzen zu tun und dürfen auch mal an NBA 2K10 spielen, was mich persönlich ein wenig aus dem Spielfluss zieht, nichts desto trotz aber zur „Story“ gehört. Es gibt einige zwischenmenschliche Sequenzen, die ihren Teil zur Atmosphäre dazu beitragen, aber insgesamt ist es nichts weltenbewegendes á la The Witcher 3 oder Fallout 4 zum Beispiel.

 

Die spielerischen Verbesserungen

Ähnlich wie schon bei PES19 wird auch bei NBA 2K19 das Tempo ein wenig heraus genommen. Das hat zur Folge, dass man ein wenig mehr Zeit für seine Spielzüge hat und auch in der Defense ein wenig schneller reagieren kann. Gute Aktionen füllen eine „Entfesselt“-Anzeige am oberen Bildschirmrand. Ist diese gefüllt, so kann man mit R3 einen Boost erhalten. Dieser wirkt sich auf die Attribute eures Spielers aus und steigert dann beispielsweise seine Abwehr oder aber seine Fähigkeit in Long Shots oder in der Ballführung.

Dann fällt einem die verbesserte Kollisionsabfrage ins Auge. Seit letztem Jahr sind die Bewegungsabläufe in kürzere Einzelabschnitte gefasst worden, um eben so dieser Clippingfehler Herr zu werden bzw. auch die Animationen deutlich flüssiger wirken zu lassen. So sollte es nicht mehr vorkommen, dass Körperteile aus anderen herausragen oder sonstige Fehler auftreten. Dies wurde in 2K19 noch ein wenig verfeinert und es ist wirklich eine Seltenheit, diese Problematik auftreten zu sehen.

Im sonstigen Spiel ist mir außerdem aufgefallen, dass 2K in der Defense ein wenig aufgearbeitet hat. So ist es mir persönlich leichter gefallen an den Ball zu kommen und so einen Angriff zu vereiteln bzw. zum Konter anzusetzen. Des weiteren sind die Spieler bei der MMV gestärkt. Es ist nicht mehr so einfach mit einem Dribbling den schützenden Spieler aus dem Konzept zu bringen und so an ihm vorbeilaufen zu können.

Nach wie vor sehe ich in grafischer und auch technischer Hinsicht ein NBA 2K vor allen anderen NBA Spielen. Die Animationen der Spieler, die Leuchteffekte, die Tribünen und auch die Schweißanimationen sind wahrlich ein Traum im Sport-Genre. Hier beweißt 2K einfach, was sie qualitativ herstellen können und NBA 2K profitiert jedes Jahr davon.

Die Kehrseite der NBA

Ein Matchmaking System findet man in NBA 2K19 vergebens. Wenn wir unsere VC im Multiplayer abholen wollen, dann bekommen wir unterschiedliche starke Gegner spendiert. Dann dauert es mit dem Sammeln der Punkte wieder etwas länger, weil man sich eben eine kleine Tracht Prüfel abholt. Aber vielleicht wird es für 2K20 mal berücksichtigt. Auch fällt es immer noch auf, dass man hier ein klein wenig seine Mikrotransaktionen durchsetzen möchte. Zwar ist es nicht mehr ganz so extrem wie im letzten Jahr, da man eben mehr Punkte für Spiele und Herausforderungen bekommt, aber ein kleines Pay 2 Win gibt es im Prinzip so immer noch. Die Mikrotransaktionen könnten sich auch auf kosmetische Art und Weise beschränken, dies tun sie bei 2K19 leider noch nicht.

So fühlen wie LeBron James
  • 87%
    Gameplay - 87%
  • 95%
    Grafik - 95%
  • 92%
    Technik - 92%
  • 85%
    Inhalt - 85%
  • 82%
    Story - 82%
88.2%

Summary

NBA 2K19 ist wahrlich ein schönes Upgrade vom letzten Jahr. Mit der etwas milderen Zuteilung von VC, damit wir unseren Youngstar entwickeln können, atet das Spiel nicht im Grinding aus – jedenfalls nicht so stark. Die Story weiß zu unterhalten, auch wenn wir keinen Hollywood Blockbuster erwarten sollten. Nebenher wird man auch noch mit einigen Gimmicks und auch Schicksalen belohnt. Neben dem myCareer Modus können wir uns natürlich noch in myTeam und MyNeighbourhood austoben.

Pros

  • Gameplay (Defense)
  • Grafik (Kollision und Clippingfehler)
  • Spielmodi
  • Storymode

Cons

  • Pay 2 Win
  • Mikrotransaktionen

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