Narcosis

Der Meeresboden ist schon in einigen Spielen Thema gewesen. So geht es nun über Bioshock und SOMA zu Narcosis. Aber was genau erwartet uns in diesem Abenteuer? Wir haben uns in die Tiefen gewagt und möchten euch mit einem kleinen Bericht sagen, was uns dort unten erwartet hat.

Zuerst einmal sind wir in VR unterwegs. Seit Resident Evil 7 können wir die Finger nicht von der Möglichkeit in Horror-Games lassen. So wirkt die Atmosphäre von Narcosis natürlich um einiges bedrückender und beklemmender, gerade auch, weil wir in einem Taucheranzug unterwegs sind, der nicht viel Bewegungsfreiheit einräumt. Lediglich ein kleiner Dash ermöglicht es uns über kleinste Hindernisse hinweg zu schweben. Narcosis sehen wir somit durch die Ego-Perspektive und bewegen uns verhältnismäßig langsam durch die Unterwasser-Regionen.

Nach einem Seebeben nahe der Station „Compass I“ finden wir uns als einzig Überlebender am Grund wieder und müssen nun die Flucht antreten. Unser Feind dabei ist die Dunkelheit, der Sauersoffmangel und auch die Bewohner des Meeresgrunds. Schon zu Beginn wird klar, dass der Überlebende dem Horror entrinnen kann, da er sich in einem Dialog mit einer Psychologin befindet und ihr von den Erlebnissen berichtet. Natürlich muss so ein tragisches Ereignis auch erst einmal verarbeitet werden.

Der eigentliche Tenor von Narcosis

Was das eigentliche Spielerlebnis aber so richtig entfaltet sind die Halluzinationen – bedingt durch den Sauerstoffmangel – und die normalen bis hin zu Jump-Scares. Diese sind allesamt an sinnvollen Stellen verteilt und kommen auch nicht zu oft vor, sodass das Spiel nicht zu einem billigen Horror-Titel verkommt. Ein beispiel für einen normalen Scare ist das plötzliche Auftauchen einer Spinnenkrabbe. Wenn wir gegen Getier kämpfen, dann verursacht dies Stress und dies wiederum führt zu einem erhöhten Sauerstoffverbrauch. Aber nicht nur in dem Bereich kann das Spiel punkten, sondern auch in der Story. Je weiter wir voranschreiten und auch den ein oder anderen toten Kollegen bergen, wird dem Spieler die Tragödie des Seebebens erst so richtig bewusst. Durch die wichtigen Survival-Elemente werden wir immer wieder ein wenig unter Druck gesetzt, was auch ein Teil der Atmosphäre in Narcosis einnimmt. Cutscenes oder Ähnliches gibt es praktisch nicht, lediglich unser Held gibt eins zum Besten. Man merkt ihm die schwere der Situation an, denn auch das Erzählen wirkt beschwerlich und eingeschüchtert.

 

Aus technischer Sicht bekommen wir durch die Unity Engine einen matschtexturfreien Untersee-Spielplatz. Zwar sind es meinst lineare Wege und auch enge Gänge – die natürlich wieder zur Atmosphäre beitragen sollen – ansonsten halten sich größere Areale in Grenzen. Auch die Leichen machen eine bessere Figur als Schaufensterpuppen, als irgend etwas anderes. Auch die mögliche VR-Technik macht dieses Spiel zu einem Garanten. Ohne Headset macht es zwar auch Spaß, ist aber nur halb so beklemmend und angst einflößend wie mit.

 

  • 84%
    Gameplay - 84%
  • 87%
    Grafik - 87%
  • 80%
    Story - 80%
  • 71%
    Inhalt - 71%
  • 77%
    Preis / Leistung - 77%
79.8%

Summary

Das Untersee-Abenteuer Narcosis kann sich seinen Platz neben Bioshock und SOMA ruhig einräumen. Zwar ist das Elebnis insgesamt etwas kurz, dennoch holt PSVR, die Atmosphäre und auch die Grafik so einiges wieder heraus. Für das erste Projekt eines Studios ist das schon ein gelungenes Projekt, wobei natürlich auch noch Luft nach oben ist. Für einen 20€ Titel kann man Narcosis gerne über sich ergehen lassen und sich selbst ein Bild dieser Qualitäten machen.

Pros

  • PSVR
  • Story
  • Grafik
  • Atmosphäre / Scares

Cons

  • etwas kurz

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